Samstag, 11. Oktober 2008

Sommer, Sonne, Strand und Meer!

In Qinhuangdao hieß es dann auf ins Taxi in Richtung Hotel in Beidaihe (direkt der nächste Ort). Das Wetter war immer noch super. Da gehen sogar die Chinesen mal an den Strand. Da gibt`s nur noch einen kleinen Haken. Chinesen sind ja eher Vertreter der vornehmen Blässe. D.h.: Wir in Badeshorts zwischen völlig angezogenen Chinesen!!!


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Und was auch ganz wichtig ist: der neue Volkssport! Tretbootfahren! Kein Schwein im Wasser...dafür dutzende Tretboote! Aber gut...angezogen im Wasser ist ja auch eher schwierig. Außerdem...welcher Chinese kann schon schwimmen!?!
Ganz interessant waren noch die Restaurantes an der Küste. Den Fisch sucht man sich direkt aus dem Aquarium vor dem Laden. Natürlich genau das Richtige für mich alten Fischesser ;)

Busreise au hur!

Montags morgens sollte es dann weiter gehen. Die einzige Möglichkeit jedoch von Chengde nach Qinhuangdoa (östlich von Beijing gelegen und Strand-Domizil für wohlhabende Pekinesen) zu kommen, war der Bus. Mmmh. Angesetzt war die Reise für 4 Stunden. Der erste Eindruck war auch ganz gut. Zwar nen bisl wenig Beinfreiheit, aber ein erstaunlich neuer Bus. Das war aber auch nur der erste Eindruck. Als nämlich alle Sitze besetzt waren, war noch lange nicht Schluss. Hier wird reingestopft was geht. Super Sache mit den wohlriechenden Chinesen ;) Dann gings los...
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Eine Tatsache, an die wir uns sehr schnell gewöhnen mussten, ist die chinesische Art und Weise Bus zu fahren. Die Hupe im Anschlag und Gas durchgetreten wird überholt! Und das immer - egal ob Gegenverkehr oder uneinsichtige Linkskurve. Da stören auch die Kieslaster auf der Gegenfahrbahn nicht. Naja...aber irgendwie liefs...
...bis wir nach ca. 1 Stunde irgendwo in der Pampa einen Stau hatten. Aber nein...Chinesen können nicht einfach hintereinander im Stau stehen. Jeder fährt soweit wie er kommt. D.h., dass die Gegenspur auch einfach kurzer Hand aus unserer Richtung dicht gemacht wurde. Sehr clever sollte der Stau sich mal wieder auflösen! ;)
Anlass des Staus war ein in eine Baustelle gekippter Schwertransporter. Und wie man Chineses so kennt, stehen hundert Leute drumherum...aber keiner tut was. Auch die Bauarbeiter unter dem halb gekippten Hänger haben sich keinesfalls von ihrer Arbeit an der Baustelle abbringen lassen...
Ausweg war letztendlich das Gepäck in die Hand zu nehmen und zu Fuß weiter zu gehen. Das ging dann so lange bis auf der anderen Seite des Staus ein freier Bus stand, der von uns bevölkert wurde. Klingt sehr einfach. Nur war da noch das kleine Problem der unterschiedlichen Sprachen...wir wussten absolut nicht was abgeht und wohin die Reise weitergeht...
...aber was soll ich sagen. Nach einem weiteren Buswechsel und ungefähr 6 Stunden haben wir es doch geschafft in Qinhuangdao anzukommen. Und das heile!

1. Station: Chengde

Hallo liebe Leute! Da bin ich also wieder. Bereit zum Berichten unserer teilweise ganz schön chaotischen Reise. Aber nun mal ganz langsam und von vorne...
Samstag 30. September; der Wecker klingelte bereits nach 2 Stunden Schlaf um 4 Uhr; schnell fertig gemacht; unten mit den anderen Schlafmützen getroffen; 10 Minuten mit vollstem Einsatz den Taxifahrern erklärt, dass wir zum Bahnhof wollten und auf ging die Reise...
Die 1. Station unserer einwöchigen Reise sollte Chengde sein. Chengde liegt ein paar hundert Kilometer nördlich von Beijing und ist die ehemalige Sommerresidenz des Kaisers. Hier zog es ihn und seinen Anhang immer hin, wenn es in Beijing zu stickig und warm wurde. USW. ;)
Ok. Von der Vorstellung eines deutschen Zuges mussten wir uns sehr schnell verabschieden. Die Sitzbänke sind auf keinen Fall für europäische Schulterbreiten geschaffen...und das mit den Toilettengängen wird auch nicht so eng genommen. Wenn das Kind mal muss...dann heißt es Buchse runter, auf den Sitz gestellt...und ab dafür hinein in den Gang. Und ganz nebenbei: Windeln sind hier ein Fremdwort. Die Kids haben allesamt nen schönen Schlitz in jeder Hose und laufen den ganzen Tag mit Pobacken frei durch die Gegend. In die Hose geht hier also nix ;)
Aber nun zurück nach Chengde. Angekommen und unser Hotel belagert - welches hoch oben auf einem Berg lag - mussten wir sehr schnell feststellen, dass die Stadt an sich nen völliges Drecksloch ist. Irgendein kleverer Kopf hat sich gedacht: Stell ich doch mal eine Fabrik an den Stadtrand. Nur über die Windrichtung hat sich mal wieder keiner Gedanken gemacht. So liegt die Stadt eingebettet von Bergen schön verdeckt unter einer smogigen Wolke. Naja....so isses halt: "Von den Chinesen lernen heißt nun mal von den Besten lernen!" ;)
Ganz anders aber kam zum Glück die Sommerresidenz (mountain resort) daher. Wir hatten


richtig Glück mit dem Wetter und daher beste Sicht. Lasst einfach mal die Bilder auf euch wirken. Dann versteht man sehr schnell warum genau hier die Sommerresidenz errichtet wurde...

Freitag, 26. September 2008

Vacation!

So liebe Leute. Weil die ersten drei Wochen so anstrengend waren, werde ich mich morgen früh auf Reisen begeben. ;) Die ganze nächste Woche ist China lahm gelegt. National Holidays stehen an. D.h. eine Woche frei!!! Also...lehnt euch entspannt zurück und seid fit wenn die nächsten Berichte anstehen. Bis dann!

Donnerstag, 25. September 2008

Erste Blessuren

Ja ja. Wer hätte auch gedacht, dass das Jahr ohne Spuren an uns vorüber geht. Wie gut nur, dass ich mit meinem riesigen Erste-Hilfe-Koffer ausgestattet bin. Nur eines hat der nicht zu bieten...Verbandszeug. Verdammt! Tja. Musste halt gebastelt werden. Das Ergebnis...seht selbst. Mein 1 A Verband :)

Aber nicht nur Mensch, sonder auch Material musste bluten. Jetzt erklärt sich auch der Preis der Räder ;) Die sind halt nicht für hundert Kilo ausgelegt...

Mittwoch, 24. September 2008

Feuerstuhl!!!

I proudly present: Mein neues Fahrrad! Ihr dürft mal raten was sowas kosten mag. Sage und schreibe 34,50 Euro! Und das nagelneu.


Aber ich will mich mal nicht zu früh freuen. Neue Fahrräder sind hier begehrt. Außerdem hat man mir erst hinterher erzählt, dass Fahrräder in den Nationalfarben (sprich rot und gelb) besondere Aufmerksamkeit von den Dieben bekommen.

Ok. Und wer genauer hinschaut sieht, dass das Bild mittlerweile schon ein wenig in die Jahre gekommen ist. Den ersten Platten hatte ich nach einem Tag, der Korb ist verbogen (guck einer an was 2 Flaschen Wasser anrichten können), der erste Rost hat angesetzt (Einheitsfarbe ich komme) und der Gepäckträger hat seinen ersten Schlag weg. Aber et läuft und läuft und läuft. Was will man mehr!

Einschreibung

Ziel erreicht: eingeschriebener Student durch und durch ;) Die Reaktionen außerhalb der Uni darauf, dass wir an der Tsinghua University studieren sind ohnehin beachtlich. Ist schon erstaunlich, dass unsere chinesischen Kommilitonen durch die Hölle gehen müssen um hier angenommen zu werden. Diese sind nicht nur Klassenbeste, sondern haben sich in Wettbewerben unter Beweis zu stellen, so dass letztendlich nur die Besten einer Region zum Studium zugelassen werden. Naja...und wir?!? Sind einfach so dabei und schwimmen in der Elite mit...ein gutes Gefühl! ;)

Jetzt aber nochmal in Hochglanz:


Wie...ihr könnt meinen Namen nicht lesen? Dann will ich euch mal eine kleine Hilfestellung geben:

1.Zeile: 克 拓码 = Kè Tuò Mǎ ( Was soviel bedeuten mag wie: Code Kopierer. Ne...is klar!)